Hang in der Therapie

Liebe Hangspieler und Therapeuten,

 

für mich ist das Hang seit einigen Jahren eines der wichtigsten Instrumente in der „Klang-Cranio“ Behandlung. Ich nutze es zusammen mit den aus der „Klang-Therapie“ unter „archaische Muiskinstrumente“ bekannten Instrumenten. Wie wir alle selbst an uns erleben, öffnen sich wie von selbst innere Räume. Das Besondere im Vergleich zu anderen Instrumenten erlebe ich vor allem darin, dass die Klienten sich durch den so „freundlichen, versöhnlichen“ Klang viel bereitwilliger auf eine Entspannung einlassen können.
Das Hang lädt ein, sich den eigenen Innenwelten zu öffnen. Die Begleitung wird als wohlwollend, ermutigend, unterstützend und freundlich empfunden. Während bei z.B. Gongs, Schlitztrommel, Rahmentrommel, Monochord… viel schneller eine Grenze des sich Einlassens erlebt wird. Entweder, weil diese als zu dominant oder gar bedrohlich empfunden, oder mit dem Klischee von „zu spiritueller Meditationsmusik“ von sich gehalten werden.

 

Das  Hang dagegen verbindet sämtliche Bewußtseinsstrukturen (BS) (nach Jean Gebster 1975):

  • Es wurzelt in mit seinem Obertonreichtum und den Rhythmen die aus der Körperbewegung entstehen können in der Archaischen BS.
  • In seiner hervorragenden Begleitfunktion für Gesänge, Sprache, Tanz eröffnet es Räume der Magischen BS.
  • Die Hang-Skalen sind generell modal, und als einziges Instrument ermöglicht es Melodie, Akkorde und Perkussion in einem Instrument zu vereinen. Mit Rhythmen und den Modi führt es uns leicht in die Mythische BS.
  • Die Mentale BS kann duch Verwendung von meheren Instrumenten und durch virtuoses Spiel erreicht werden.
  • Als derzeit jüngstes Instrument und duch die Verbindung all dieser BS ist es in der Integralen BS zu hause.

So ist es für mich bei traumatisierten Menschen oft „das Türöffner- Instrument“ schlecht hin.
Mein Verständnis dafür: Jeder Ton ist individuell klar hörbar und! die Gemeinschaft aller anderen Töne (Familie/ Gesellschaft) ist immer in Resonanz mit diesem. Es ist also ein Erleben von wirklicher Gemeinschaft; im besten Sinne des Wortes. Und für die meisten ist allein schon das Erlebnis eines „Neuen Instruments“ das Erleben eines „Lichtblicks“, Inspiration, Hoffnung, unerwartete Lösung - ja sogar Wunder. Schließlich ist das Hang, je nach Können des Spielers, auch idealer Begleiter für Integrationsphasen, und ermöglicht ein wohlwollendes, bekräftigendes „Zurückholen“ aus tiefen Prozessen.

 

Ich möchte Jeden ermuntern, diese unschätzbaren Qualitäten zum Wohle alle Menschen auch wirklich liebevoll einzusetzen! In diesem Sinne: Viele inspirierende Momente, neue Ideen und Staunen!

Tilo Wachter